Mallorca- Urlaub vom Urlaub

Uns trennte eine 8-stündige Fährfahrt von unserem begehrten Ziel, Mallorca. Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, fuhren wir wieder einmal nachts. Allein die richtige Anlegestelle in Barcelona zu finden war ein Abenteuer, da zur Zeit das ganze Hafengebiet umgebaut wird. Mit Hilfe einiger Hafen-Mitarbeiter, die den tagesaktuellen Anlegehafen unserer Fähre auf Google-Maps einstellten, schafften wir es letztendlich doch noch rechtzeitig da zu sein und fuhren gegen halb zwölf auf die Fähre. Wir mussten unseren Björni drei Decks hinauf fahren, wo uns dann ein Platz zum Stehen zugewiesen wurde. Wir waren aufgeregt, wurde das Schiff doch mit bequemen Schlafsitzen beschrieben. Nicht viele Leute überquerten mit uns das Mittelmeer und so hatten wir einen großen Raum mit etwa 200 Sitzplätzen fast für uns allein.

 Die Sitze wirkten im ersten Moment sehr bequem. Man konnte ähnlich wie im Flugzeug den lederüberzogenen Sessel verstellen und so seine Rückenlehne in eine gemütliche Schräglage bringen. Außerdem hatte man die Möglichkeit, die Handys zu laden und über eine Kopfhörerbuchse an der Armlehne das Fernsehprogramm zu verfolgen. Das Licht wurde gelöscht, damit alle in Ruhe schlafen konnten und der Film begann. Es wurde "La La Land" gezeigt ... auf Spanisch. Trotz dessen, dass wir nicht wirklich viel verstanden, beeindruckte uns der Film und wir wollten uns das Drama sehr gern noch einmal auf Deutsch ansehen, wenn sich uns eine Gelegenheit bot. Sarah kuschelte sich in ihre Jacke ein und dämmerte langsam weg. Nach etwa 128 Minuten las Tani vor lauter Spannung gebannt die Credits des Filmes, war er doch noch nicht wirklich müde. Der Film war vorbei und ein Zweiter begann... sie zeigten... "La La Land" ... auf Spanisch. Der erst so gemütlich wirkende Schlafsessel wurde allmählich immer unbequemer. Tani konnte die Beine nicht wirklich ausstrecken; durch das Leder wurde sein Hintern immer wärmer; die beiden Spanierinnen, die sich ausgerechnet unmittelbar neben uns setzten (der gesamte Raum war ja sonst so voll...) schnarchten in Tani's Ohren um die Wette, so kam er einfach nicht zur Ruhe. Nach etwa vier Stunden, etwa um 4 Uhr nachts wurde ein dritter Film angespielt... sie zeigten... "La La Land" und diesmal... auf Spanisch. Tani fühlte sich langsam einer psychischen Folter ausgesetzt. Sein überwärmter Hintern schmerzte und die Knie taten durch die immergleiche Haltung weh. Sarah, die sich in ihrem Sitz zusammen gerollt hatte, schlief tief und fest. Als endlich der vierte Film anlief, "La La Land" ... auf Spanisch, wurde Tanis Schlafsessel zu einem apokalyptischen Folterinstrument, dass ihm die Sinne raubte. Letztendlich stand er auf und lief ein paar Schritte, hinweg über einige Menschen, die der Folter trotzten und sich einfach in die Gänge gelegt hatten. Am Ende schaffte er es doch und schlief eine halbe Stunde. Wir erreichten den Hafen von Palma de Mallorca, einer von uns war frisch, munter und bester Laune; der andere war Tani.

 

Benni, Tani's besten Freund, wollten wir gegen halb zwei am Flughafen abholen. Weil bis dahin noch genügend Zeit war, suchten wir uns eine schöne Stelle zum Stehen und schliefen noch ein paar Stunden, denn auch Sarah bekam auf der Fähre nicht so viel Schlaf ab, wie es Tani schien. ;) Endlich waren wir da, endlich Urlaub vom Urlaub. Erfrischt durch das Schläfchen fuhren wir zum Flughafen und warteten auf die Ankunft von Benni's Flieger. Die ließ nicht lange auf sich warten und Sarah wurde kurzerhand zur Fahrerin ernannt, damit die Jungs herzlichst auf ihr lang ersehntes Wiedersehen anstoßen konnten. 

 

Zu dritt verbrachten wir noch drei Tage im Hinterland. Gleich am ersten Abend trafen wir uns mit einer Freundin von Tani, die witzigerweise zufällig zur selben Zeit wie wir, Urlaub auf der Insel machte. Es war ein sehr lustiger Abend, den wir an einem Strand bei Cala Agulla verbrachten und noch einige Male herzlich auf das spontane Wiedersehen anstießen.

Für den nächsten Tag hatten wir Tickets für eine Höhlen-Besichtigung mit Bootsfahrt und Livemusik gebucht. Die "Coves del Drac" beinhalten ein Tropfstein-Höhlensystem, in dem der größte unterirdische See Europas liegt und den wollten wir zu dritt erkunden. Staunend besichtigten wir die vielen kleineren sehr schön ausgeleuchteten Höhlen, bis wir an den See gelangten. 

 

Uns wurde nahegelegt, uns auf einer der vielen dort gebotenen Bänke nieder zu lassen. Ein Mann erklärte uns via Mikrofon auf 5 Sprachen, dass Filmen und Fotografieren während der Vorstellung verboten sei, dann wurde das Licht gelöscht und es wurde still. Aus der Dunkelheit kamen drei weiße, mit Lichterketten verzierte Holz-Ruderboote über das ruhige, dunkle Wasser auf die Besucher zu. Ein Boot war mit einem Streich-Quartett und einem Klavier ausgestattet und es wurde Klassische Musik in einer unglaublichen Akustik gespielt. Zu beobachten war ein atemberaubendes Schauspiel, welches die Höhle sehr geschmackvoll, geheimnisvoll und wahnsinnig interessant ausleuchtete. Wir waren völlig gebannt von der Vorstellung, die etwa 20 Minuten dauerte. Danach hatte man die Möglichkeit, sich mit einem kleinen Ruderboot über den See schippern zu lassen. Doch da sich sämtliche Touristenmassen anstellten und wir ein Titanic-gleiches Szenario umgehen wollten, verzichteten wir darauf und verließen die Höhle. 

 

Die Zeit im Hinterland war sehr schön, wir fanden traumhafte Stellen, genossen die herrliche Landschaft und das Rauschen des Meeres. Nachts schliefen wir zu dritt in unserem Björni. Mit einer Bettbreite von 1,60m ging das auch ganz gut, jedenfalls für ein paar Tage. Tani, der in der Mitte schlief, musste sehr aufpassen sich nicht zur falschen Seite zu kuscheln und auf einmal mit Sarah Arm in Arm zu liegen, was sollte Benni denn da denken. :p

 

Janine, eine Freundin von Sarah, traf einige Tage später auf der Insel ein und die beiden verschwanden in einem gebuchten Hotel direkt in Palma, während Tani und Benni noch eine Nacht in der weiten Wildnis verbringen wollten. Wie echte Männer... mit Bier, Duftkerzen und dem neuen Hörbuch von Marc-Uwe Kling, "Die Känguru Apokryphen", welches Benni uns als Geschenk mitbrachte.

Es war für uns (Tani und Sarah) das erste Mal auf der ganzen Reise, dass wir uns voneinander trennten. Schon ein etwas seltsames Gefühl, sind wir es doch gewohnt, seit 6 Monaten jeden Abend über das Erlebte zu reden, Hörbuch zu hören und dann gemeinsam ins Bett zu gehen. Für gewöhnlich schaut Sarah Tani am Abend mit großen Augen an "Duuuuuu... mein Nacken ist heute mal wieder soooooo verspannt..." woraufhin er sich ab und zu zu einer Massage überreden lässt (Tani: "viel zu oft"; Sarah: "nicht oft genug" ... Welches Paar kennt es nicht? :p ).

Benni's sanft geschwungener Nackenbereich benötigte, zu Tanis großem Glück, keine Massage. Die Jungs quatschten noch bis tief in die Nacht hinein, es wurde herzlich auf das Wiedersehen angestoßen und sämtliche Neuigkeiten ausgetauscht.

 

Währenddessen im Hotel:

Sarah stand voller Vorfreude vor dem Hotel und wartete auf die Ankunft von Janine, die von Tani vom Flughafen abgeholt wurde. Dann endlich... der Bus bog in die Einfahrt und Sarah musste breit grinsen. Kaum stand das Auto, schon wurde die Tür aufgerissen und quietschend vor Glück begrüßten sich die beiden. Die dabei erlangte Tonfrequenz ließ Tani die Augen zusammenkneifen und schnell fuhr er wieder zurück zu der Stelle, wo Benni schon mit einem kühlen Bier auf ihn wartete.

Es war ein unglaubliches Gefühl, eine so gute Freundin, nach solch einer langen Zeit wiederzusehen. Die Mädels quatschten, tauschten den neusten Klatsch und Tratsch aus und freuten sich, dass alles so funktionierte, wie sie es geplant hatten. Sie lachten, quasselten und schnatterten mit einem Wein bei einem Spaziergang am Pier noch bis spät in die Nacht. 

 

 

Das Erwachen am nächsten Morgen war für Tani etwas seltsam. Wie gewohnt drehte er sich auf die Seite, doch anstatt Sarah dort sanft ins Kissen sabbern zu sehen, schnarchte Benni in seinen Bart. Automatisch musste er grinsen. 

Für Sarah war das Erwachen im zarten Antlitz von Janine eine willkommene Abwechslung.

Die Jungs frühstückten ganz entspannt, fuhren noch eine kleine Runde über die Insel und checkten dann gegen Mittag im Hotel ein, wo die Mädels schon auf sie warteten. Wir hatten zwei Doppelzimmer für weitere vier Tage gebucht. Weil es so schön war unsere Freunde zu sehen, teilten wir uns auf in ein Jungs- und ein Mädelszimmer. 

 

Außerdem war es sehr wohltuend für uns, den dekadenten Luxus von Dusche, Wanne, Klo und einem gigantischen Früh- und Abend-Buffet zu genießen. Jeden Tag ging Tani für eine Stunde in die Wanne, schaute eine Serie und trank ein Badebier... na ja oder zwei... oder drei. So oder so ähnlich, mussten sich die alten Römer mit Bad, Cervisia und Theater gefühlt haben. 

Die Tage verbrachten wir mit Essen, spazieren, Sonne genießen, essen, baden, quatschen, essen, faulenzen, Bier trinken und vor allem essen. Das Buffet, dass jeden Morgen und Abend in unserem Hotel aufgetischt wurde war spektakulär. Jeden Tag andere Spezialitäten. Jeden Tag eine andere Auswahl an Leckereien. Selbst wenn man wollte und von allem nur eine winzige Portion aß, schaffte man es bei Weitem nicht, sich durch das gesamte Angebot zu essen. Es war super, sich mal keine Gedanken machen zu müssen "Was müssen wir einkaufen? Was essen wir heute? Ist es zu windig zum Kochen? Können wir das lange genug kühlen?". Einfach Teller schnappen und los schaufeln. Yam yam yam. 

 

Abends gingen wir dann alle gemeinsam in den Bierkönig, eines der wenigen Lokale, dass im November am Ballermann noch geöffnet hat. Es war herrlich den vielen Deutschen, völlig Betrunkenen, beim Feiern der deutschen Schlagerparade zuzuschauen. Dabei wurde noch einmal die Gelegenheit genutzt, herzlichst auf das Wiedersehen anzustoßen. Von der Musik hatten wir noch zwei Wochen später tiefsitzende Ohrwürmer. Und wenn wir uns heute an die Abende erinnern, kommen sie ganz schnell zurück... "Malle ist nur einmal im Jahr..." lalalala

An einem Tag taten Janine und Sarah Mädchendinge... waren im Wellnessbereich des Hotels, machten einen Ausritt mit Pferden... und quatschten. Während Tani und Benni den Tag verbrachten, in dem sie das Bier und die gemeinsame Zeit  genossen und ihre alljährlichen Lieblingsstellen besuchten.

An unserem letzten Tag standen wir sehr früh auf, damit die beiden rechtzeitig am Flughafen waren, um ihren Flieger zu bekommen. Der Abschied fiel uns wieder einmal schwer, wussten wir doch, dass wir die beiden jetzt wieder über ein halbes Jahr nicht mehr sehen würden. 

Die Zeit verging viel viel zu schnell. Danke, für diese wunderschönen Tage liebe Janine und Danke für deinen erneuten Besuch, Benni-Puuh!

 

Unsere Fähre zurück nach Barcelona hatten wir so gebucht, dass uns noch eine Woche auf der Insel blieb. Wir wollten wandern, noch ein bisschen ausspannen und die Wärme genießen und uns Zeit für das Hinterland nehmen, von dem uns schon so viel vorgeschwärmt wurde. Leider war die Stellplatzsuche nicht so einfach, wie wir es bisher gewohnt waren. Dank unpässlicher  Straßenverhältnisse, konnten wir einige Stellen erst gar nicht anfahren. Das schwere Unwetter ein Monat zuvor hatte viele sehr tiefe Furchen in die Schotterstraßen gezogen und so kamen wir mit unserem Björni nicht darüber, denn fliegen können wir trotz ständigem Üben und einer Beschleunigung von 0 auf 100 in 10 Minuten leider immer noch nicht. Die Stellen, die wir befahren konnten, waren zumeist trotzdem super schön. Wir fanden dennoch zwei Traumstellen, die wir während unseres Aufenthaltes auf der Insel immer wieder anfuhren. 

Einer unserer ersten Ausflüge führte uns an das Cap de Formentor, den nördlichsten Punkt von Mallorca. Wunderschöne Berge, die grün bewachsen in das blaue Mittelmeer fielen. Wir nutzten die vielen Aussichtsplattformen, die bis zur letzten Spitze der Halbinsel verteilt waren und genossen die herrlichen Ausblicke. Wir schossen viele viele Fotos und konnten uns an der rauen Klippenlandschaft kaum satt sehen. Dann erreichten wir, über enge, gewundene Straßen den nördlichsten Punkt vom nördlichsten Punkt, den Leuchtturm vom Cap de Formentor. 

Die Mallorcaner nennen diesen Punkt, wie wir unseren Bus: "Treffpunkt der Winde" und wir verstanden ziemlich gut warum, wedelte uns doch eine steife Briese um die Nase. Wir kletterten auf einen nahen Berg und genossen das Ambiente und die Sicht auf den Leuchtturm. Wieder einmal ein Punkt, an dem wir uns sehr eng mit der Natur und der Umgebung verbunden fühlten. Nachdem wir die wunderschöne Halbinsel verlassen hatten, suchten wir uns einen geeigneten Stellplatz für die Nacht. Wir fanden einen und der ist mit Worten kaum zu beschreiben. 

Ein Schotterparkplatz mit Blick auf das Cap, hinter uns ragten die Berge empor, vor uns lag das Meer, Felsen mündeten hinein und zwischen all dem wir. Spontan entschieden wir uns, einen Tag zu bleiben und unsere Roomtour zu drehen. Dieses Video ist mittlerweile auf Youtube zu sehen und gibt einen kleinen Einblick in unser 5-Raum-Apartment auf 5m².  Auch wenn es uns sehr viel Spaß gemacht hat, hat uns bisher noch keines unserer Videos so viel Arbeit bereitet.

Die Tage vergingen und wir fuhren Stück für Stück die ganze Insel ab.  An einigen Stellen machten wir mehrfach Halt und so kam es, dass wir eines abends ein Pärchen kennen lernten, die sich mit ihrem selbst ausgebauten T4 Bus neben uns stellten. Wie sich schnell heraus stellte, waren es ebenfalls Dresdner, die ihre Elternzeit nutzen, um mit ihrem 5 Monate altem Kind Europa zu bereisen. Auf Anhieb waren uns die drei sehr sympathisch und man kam ins Gespräch. Auch am nächsten Abend trafen wir uns an der Stelle wieder. Man tauschte sich lange über das bisher Erlebte aus und gab sich gegenseitig Tipps und Ratschläge. Es tat uns gut die beiden zu treffen, die so vollends zufrieden und glücklich mit ihrer gemeinsamen Auszeit wirkten. Wo andere Panik bekommen würden, "Oh Gott, zu dritt mit einem Säugling in einem kleinen Bus!", wirkten sie vollends entspannt und gelassen. Wir waren sehr beeindruckt von den beiden, wie sie dieser so schon sehr wertvollen Zeit, direkt noch einmal einen drauf setzten. 

Jeden Tag trennten wir uns und irgendwie traf es sich, dass wir uns jeden Abend wieder begegneten. Schließlich kam der Abend vor unserer Fährfahrt zurück nach Barcelona. Am nächsten Morgen standen wir früh auf, da wir noch Einiges besorgen wollten, bevor wir 12.30 Uhr auf das Schiff fuhren. Wir hatten die letzten Tage schon bemerkt, dass sich unsere Servolenkung immer schwerer bedienen ließ und auch ziemlich lautes Gewimmer von sich gab, ähnlich einem Teenie auf einem Tokio Hotel - Konzert... (Stimmts Sarah??). Wir schrieben unserem Fachmann des Vertrauens in der Heimat und er stellte die Ferndiagnose, dass es am Füllstand des Servo-Öls liegen könnte, im dümmsten Falle die Pumpe einen Knacks weg hätte. An dieser Stelle mal ein Dank an dich, dass du uns jederzeit mit Rat beiseite stehst, lieber Herr Auto-Doktor! :) Wir machten uns auf das Schlimmste gefasst und hatten vor, gleich als Erstes auf dem Festland eine Werkstatt zu suchen und das mal überprüfen zu lassen. So weit sollte es nicht kommen... Auf einem Parkplatz, kurz vor Abfahrt unserer Fähre, bemerkten wir eine große Ölpfütze um unser Auto und die Lenkung machte uns ganz schön zu schaffen. Unser Leihenwissen ließ uns vermuten, dass die Servopumpe nun entgültig hin ist und desswegen das Öl ausgelaufen war. Wir wollten versuchen unsere Überfahrt noch um eine Woche zu verschieben und hofften, dass dies eine Stunde vor Abfahrt noch nicht zu spät wäre. Wir wussten,  dass es auf Mallorcan deutschsprachige Werkstätte gibt. So fuhren wir zum Hafen und Tani konnte, dank seines Adonis gleichen Charmes, mit den dort angestellten Boarding-Mitarbeiterinnen die Tickets noch umbuchen. Den geringen Aufpreis, den wir dafür zahlen mussten, nahmen wir  gern in Kauf. 

 

Mit vor Angstschweiß nassen Hemden und klopfendem Herzen erreichten wir die Werkstatt. Es war ein ziemlich aufreibendes Erlebnis, eine Dreiviertelstunde Autobahnfahrt mit einer halb defekten Lenkung hinter sich zu bringen, zumal es an dem Tag sehr stark stürmte. Der Werkstatt-Chef, ließ uns unseren Bus sofort in die Halle fahren. 

 So wurde Björni aufgebockt und es wurde gleich nachgeschaut, was ihm fehlte. Im Internet lasen wir, was die Reparatur einer Servopumpe kosten könnte und machten uns auf eine sehr teure Rechnung gefasst, doch der Mechaniker gab recht schnell Entwarnung. Es hatte sich lediglich ein kleiner Schlauch gelöst. Dadurch war das Servo-Öl ausgelaufen und das Lenken logischerweise extrem erschwert.

Sie brachten alles wieder in Ordnung und wir zahlten nicht einmal 90€. Unser Glück kaum fassend, bedankten wir uns überschwänglich für die schnelle Hilfe und fuhren los. So hatten wir also noch eine Woche im Paradies.

 

Zum Plan schmieden, für unsere zusätzliche Zeit auf der Insel, fuhren wir zur Stelle unserer letzten Übernachtung zurück und da... welch ein Zufall... standen unsere Dresdner Freunde, die nicht schlecht schauten als wir wieder einmal angefahren kamen, dachten sie doch, dass wir uns schon auf der Fähre befänden. 

 

 

Die dazu gewonnene Zeit nutzten wir, um unserem geliebten Bus noch etwas Gutes zu tun und eine sehr heftige Roststelle machen zu lassen, die uns ein paar Tage vorher aufgefallen war. Unter dem Lack hatte sich ein riesiges Loch am Schweller auf der Fahrerseite gebildet. In diesem hätte man ohne Weiteres eine Kiste Bier, zwei Fahrräder, einen aufblasbaren Schwimmring und einen Whirlpool unterbringen können. Der Krater hatte sich innerhalb kurzer Zeit, dank der salzigen Meeresluft gebildet. Sehr unschön! Wir fanden eine zweite deutschsprachige Werkstatt mit dazugehöriger Lackiererei, die sich bereit erklärten unser Auto am nächsten Tag zu verarzten. Da zwei Tage für alles eingeplant waren und wir eine Unterkunft für die Nächte brauchten, buchten wir kurzerhand noch einmal ein Zimmer in dem Hotel, in dem wir schon vier Tage verbrachten. Witziger Weise waren Lotta, Isee und Emil, die kleine Familie aus Dresden, auf unseren Ratschlag hin auch in diesem Hotel untergekommen, um vor schlechtem Wetter zu fliehen. Es war einfach so unglaublich, dass sich unsere Wege immer wieder kreuzten. Gemeinsam genossen wir das Festmahl am abendlichen Buffet des Hotels und nutzten die ausgedehnte Mahlzeit zum quatschen.

In vollsten Zügen genossen wir noch einmal den Luxus des Badens, Essens und des Ka... na ja des großen Geschäfts frönen zu können. Außerdem hatten wir so die Möglichkeit, das Internet zu nutzen, um unseren letzten Blog hochzuladen, Recherchen zu betreiben und Spiele aufs Handy zu ziehen, die wir gern spielen, wenn wir im Bus Hörbuch hören. 

Tani musste am nächsten Tag halb sieben aufstehen und Björni in die Werkstatt fahren. Sarah durfte gemütlich in dem herrlich warmen, weichen Bett liegen bleiben und in aller Ruhe ausschlafen. Am Abend zuvor gewann sie die Entscheidung 'wer fahren müsse' mit einem vernichtenden Sieg im Schnick Schnack Schnuck. Als Tani Revanche forderte, wurde er abermals vernichtend in '4-Gewinnt' platt gemacht. Als er nach zwei Stunden müde und erschöpft mit einem Taxi zurück im Hotel ankam, ließen wir es uns bei einem ausgedehnten Frühstück schmecken.

 

Ein ganzer Tag blieb uns und diesen verbrachten wir ganz einfach damit, uns wie die Könige zu fühlen. Sarah im Wellness-Bereich und Tani auf dem "Thron" im Hotelzimmer mit der Klobürste als Zepter.

Björni wurde am nächsten Abend von uns beiden abgeholt und das Ergebnis war großartig. Das Loch wurde großflächig ausgesägt, ein neues Teil angepasst, angeschweißt und lackiert. Die Arbeit konnte sich sehen lassen und wir waren unglaublich froh, dass alles so unkompliziert geklappt hat. Der Werkstatt-Chef, der seinen Meisterbrief in Leipzig erhalten hat, fragte uns ganz neugierig über unsere weitere Reise und wünschte uns herzlichst alles Gute dafür. Außerdem hatten wir sehr stark das Gefühl, dass er uns beim Preis entgegen gekommen war. Auch an diese Werkstatt einen großen Dank für die schnelle und großartige Hilfe. 

 

 

Die letzten Tage auf der Insel nutzten wir hauptsächlich zum Ausspannen, Wandern, schnorcheln, Sonne und Wärme genießen und uns immer wieder bewusst zu werden, wie schön das Leben ist. 

 

Es wurde Dezember und das erste Mal auf unserer gesamten Reise machte sich ein Gefühl von "Heimweh" breit. Zuhause saßen die Familien und Freunde jetzt gemütlich beim Vesper mit Plätzchen, Weihnachtsmusik und Räucherkerzchen zusammen und kamen allmählich in Adventsstimmung. Wir hatten alle Schwierigkeiten unter Palmen und kurzärmlig in der Sonne, weihnachtliche Gefühle aufkommen zu lassen. Währenddessen hörten wir aus der Heimat von Besuchen auf Weihnachtsmärkten und vom Glühwein trinken..... GLÜHWEIN... egal wie sehr wir suchten und wie viele Supermärkte wie besuchten.... wir fanden keinen Glühwein. Auch Weihnachtsmärkte, ja selbst Weihnachtsschmuck gab es nicht. Jedes Jahr beschwerten wir uns über den überschwänglichen Kitsch, mit dem in Deutschland Häuser, Straßen und Geschäfte herausgeputzt werden. Darüber, dass die Läden schon ab Oktober mit Naschereien und Lebkuchen voll gestopft und wie überfüllt die Weihnachtsmärkte immer sind. Jetzt, wo uns nichts davon bleibt, fehlt uns der Trubel schon ganz schön. Es ist für uns außerdem das erste Mal in unserem Leben, diese schöne und besinnliche Zeit, ganz und gar ohne unsere Familien zu verbringen.

Unsere Fähre fuhr am 03.12. zurück nach Barcelona und für den nächsten Tag hatten wir wieder einmal Tickets für eine "Hop-on Hop-off-Tour" gebucht, um uns die ganze Stadt anzusehen. Wir hatten über unsere App zwar viele Stellen gefunden, wo wir hätten stehen können, doch bei jeder gab es Kommentare und Berichten von Einbrüchen, selbst wenn man im Auto war. Dieser Gefahr wollten wir uns und unserem Björni nicht aussetzen, da er doch alles beinhaltet, was wir besitzen. Wir entschlossen uns auf einen überwachten Parkplatz zu fahren. Da dieser mit 30€ für 24 Stunden recht teuer war, wollten wir nur einen Tag in Barcelona verbringen und lieber noch einmal für einen Urlaub oder ein verlängertes Wochenende einfliegen.

Sarah, die der Stadt schon einmal einen Besuch abgestattet hatte, freute sich sehr auf das Wiedersehen. Bei herrlichstem Wetter wurden wir durch die riesige Metropole gekutscht und konnten alles bestaunen, was wir sahen. Die vielen Bauwerke, die Antoni Gaudi gebaut hat beeindruckten uns am meisten, man könnte fast sagen, dass Barcelona eine Stadt voller Gaudi ist... ;) (Tani freut sich, endlich diesen Witz machen zu können.)

Hier und da stiegen wir aus und schossen einige Fotos. Wir fanden sogar einen kleinen Weihnachtsmarkt und fingen uns schon an uns darüber zu freuen.

 

Doch die Enttäuschung kam schnell und war groß. Man konnte es nicht im Ansatz mit dem vergleichen, wie wir es aus der Heimat kennen. Es gab keine Fressbuden, keine Weihnachtsmusik, an jedem Stand wurde gefühlt das Gleiche verkauft, wie gesagt, keine Fressbuden und es gab KEINEN GLÜHWEIN... Was ist ein Weihnachtsmarkt ohne Glühwein und Fresserei?! 

Es war doch zum verrückt werden. Dann wird man schon gefahren und kann nicht einmal den übermäßigen Genuss von heißem rotem Würzwein genießen. Aber dennoch war es ein wunderschöner Tag, den wir so schnell nicht vergessen Noch an diesem Abend verließen wir Barcelona und machten uns auf in Richtung Frankreich. Schon am nächsten Tag gelangten wir in das Land der feinen Sprache und des sanften Sinnes für Delikatessen. Wir hatten uns vorgenommen uns nicht so lange in diesem Land aufzuhalten, da wir schnell nach Italien wollten. Es wurde nun doch langsam immer kälter. werden. 

 

Außerdem ist Frankreich zur Zeit in heftigem Aufruhr. Die Bevölkerung geht gegen die Regierung auf die Straße. Eine politische Gemeinschaft mit dem Namen "Gelbwesten" hat sich gebildet und im ganzen Land kommt es zu Demonstrationen, Straßensperren, Aufmärschen teilweise verbunden mit Chaos, Gewalt und Aggressivität. In Paris soll es wohl zahlreiche Straßenschlachten zwischen Polizei und Aktivisten gegeben haben. Wir kamen an unzähligen Straßenblockaden und gesperrten Kreisverkehren vorbei, mit zum Teil herunter gebrannten Barrieren. Kilometerlange Staus waren die Folge, doch die Menschen, die warten mussten, wirkten nicht verärgert deswegen. Im Gegenteil, viele scherzten mit den Menschen auf der Straße und mehr als jedes zweite Auto hatte eine gelbe Warnweste sichtbar hinter der Frontscheibe liegen, das Zeichen der Bewegung. Auch wir wurden angehalten und scherzhaft gefragt wo denn unsere gelben Westen seien. Da Sarah gerade Orangen schälte und erklärte, dass wir nur "orange" haben, musste er lachen und zeigte uns den Weg. Als Ausländer hatten wir von dem Unfrieden der Menschen nicht viel zu erwarten, doch große Städte wollten wir dennoch meiden, falls man doch mal zur falschen Zeit am falschen Ort ist. 

 

So flüchteten wir uns bei immer kälter werdenden Wetter in die Schlucht von Verdon. Wir verbrachten zwei Tage an diesem traumhaften Ort. Fuhren viel mit unserem Björni durch die Gegend, um so viel wie möglich davon zu sehen. Die 21 Kilometer lange und bis zu 700 Metern tiefe Schlucht um den Fluss Verdon, wird auch der Grand Canyon von Frankreich genannt. Zurecht! Wir können das Gefühl kaum beschreiben, welches uns da durchströmte, als wir durch diese atemberaubende Gegend fuhren. Der Fluss, der einen sehr kräftigen Türkiston hat, schlängelt sich durch Felswände, die hunderte von Metern aufragen. Die engen Straßen, die an den Bergen entlang laufen, geben Einblicke in spektakuläre Täler. Wir hielten hier und da und jeder Aussichtspunkt, an dem wir hielten, war herrlicher als der vorangegangene. 

Wir fanden einen Wanderweg, dem wir ein Stück folgten und hatten plötzlich einen stockfinsteren Höhlengang vor uns. Der Tunnel du Baou. Nur mit unseren Handy-Taschenlampen bewaffnet, folgten wir dem Tunnel und nach ca. 700 Metern (in vollkommener Dunkelheit) kamen wir wieder ans Tageslicht. Ein sehr aufregendes Erlebnis, ist es in diesem steinernen Gang doch komplett still, nur das leise Tropfen von Wasser auf kleine Pfützen ist zu hören. Tani wurde automatisch schläfrig, hatte er doch früher eine App mit Einschlafgeräuschen. Dort konnte er sich wohltuende Klänge einer Tropfsteinhöhle einstellen, die den Geräuschen in unserem Tunnelgang sehr ähnlich waren. Es war unglaublich beruhigend, die Stille um sich zu spüren. 

Zurück am Auto waren wir froh in unserem Björni die Lüftung aufdrehen zu können, um uns ein wenig aufzuwärmen. Es wird nun auch bei uns immer kälter. Den ganzen Tag benötigten wir um einmal um die Schlucht herum zu fahren und so viel wie möglich von der atemberaubenden Schönheit dieses fantastischen und magischen Ortes in uns aufzunehmen. 

Mit großer Sicherheit  können wir sagen, dass dies das Beeindruckenste ist , was wir bisher in Frankreich gesehen haben. Wir waren sprachlos! Und ja... selbst Sarah. ;) An diesem Abend fuhren wir noch weiter in Richtung Italien, da in der Verdonschlucht für die nächsten Tage Minusgrade und Schnee angesagt waren. Zwar erreichte uns keine einzige Schneeflocke, doch erlebten wir seit langem mal wieder eine sehr stürmische Nacht, in der wir kaum Schlaf fanden, da es sich anfühlte, als würde ein Trupp betrunkener Trolle johlend und grölend unseren Björni schaukeln. Und weil diese Nacht nicht schon schön genug war, veräppelte uns unsere Wetter-App in der darauffolgenden. Das Programm zeigte uns Temperaturen um die 6°C an. Tja, vielleicht sollte man sich eben doch nicht immer auf das Internet verlassen. ;) Wir hatten die Nacht eisige Minusgrade und sind nach frostigen Stunden mit wenig Schlaf aufgewacht und konnten am Dachfenster eine traumhaft schöne Eisblume bewundern. Nachdem wir das Auto von Innen (!) frei gekratzt hatten, kam die Sonne um die Ecke und belohnte uns mit dem Auftauen unserer Scheiben.

Wir befinden uns jetzt immernoch in Frankreich, doch werden wir in den nächsten Tagen Italien erreichen. Da man unserem Björni allmählich auch anmerkt, dass er viel Wegstrecke hinter sich gebracht hat, lassen wir hier noch einmal unsere Bremsen überprüfen und gegebenenfalls die Beläge wechseln. Eine Werkstatt, die wir spontan gefunden hatten, bot uns zwei Tage später einen Termin an. Das hieß allerdings für uns, zwei Tage bei immer kälter werdenden Temperaturen ausharren. Aber für unseren Björni machen wir doch alles. In der Nähe fanden wir einen schönen Wohnmobil-Stellplatz, an dem wir die zwei Nächte stehen wollten. Wir "überlebten" die Erste davon, in etwa 254 Schichten aus Klamotten und Decken eingewickelt, in unseren Schlafsäcken. Am nächsten Tag kam ein Pärchen auf uns zu. René fragte uns gleich, wo aus Dresden wir denn herkommen, stammte er doch ursprünglich auch aus unserer Heimatstadt. 

Seine Freundin Adi, die ein Haus in der kleinen Stadt besitzt, in der wir standen, kam noch dazu und zu viert kamen wir sofort ins Gespräch. Sie luden uns zum Abendbrot in ihr Haus ein und boten uns ein weiches, WARMES Bett zum schlafen an. Wir stimmten zu und waren froh einer kalten Nacht im Bus zu entkommen. Die beiden wollten erst noch eine Runde Wandern gehen und uns danach abholen. 

Als es abends langsam dunkel und immer kälter wurde, kam René zu uns, durchgefroren von der langen Wanderung. Er beschrieb uns den Weg und fuhr schon einmal voraus. Das Haus mit der hübschen Blumenfassade, fanden wir auf Anhieb. Uns erwartete ein warmer, vom Kaminfeuer beheizter Raum, mit einer unglaublich gemütlichen Atmosphäre. Vor dem Essen gab es, wie es in Frankreich üblich ist, ein paar "Snacks" als Appetitanreger und ein Glas Sekt. Adi, die in Monaco als Chefköchin arbeitet, tischte uns ein festliches Mahl auf. Dieses bestand aus Vorsuppe, Hauptgang und Dessert. Wir konnten kaum fassen, wie unglaublich wir bewirtet wurden. Es gab Wein aus der Region und wir erzählten uns gegenseitig viel aus unserem Leben. 

 

Wir waren völlig beeindruckt von den beiden! Auf was für eine zufriedenstellende Art und Weise sie ihr Leben leben und damit vollends glücklich sind. Sie haben den Mut gefasst ihren Träumen und Wünschen zu folgen.

Nachdem wir gesättigt waren und wir noch stundenlang mit den beiden geredet hatten, wurde uns unser Bett gezeigt. Das Haus war ein super interessantes Bauwerk. Eine steil gewundene Treppe, führte uns durch das enge Treppenhaus, in dem überall selbst gemalte und gestaltete Kunstwerke hingen. Ganz oben angekommen, kletterten wir eine letzte Leiter empor und zwischen dicken Dachbalken, hatte Adi uns ein großes weiches Bett zurecht gemacht, dass sie eigentlich für Backpacker bereit hält. Von oben konnte man durch eine Scheiben den gesamten Treppenaufgang betrachten, vor allem Sarah beeindruckte dieser Bau sehr. Wir konnten eine heiße Dusche genießen und uns dann in die warmen Decken einkuscheln. Tani, der seit vielen Wochen keine Nacht mehr komplett durch geschlafen hatte, schlief wie ein Baby. Am nächsten Morgen erwachte er untypischerweise erst dreiviertel zehn, nachdem er die ganze Nacht durchweg schlief, ist er doch sonst immer schon um 8 Uhr wach. Und als wären wir nicht schon genug umsorgt und bewirtet wurden, bekamen wir noch ein Frühstück mit frischen Croissants gemacht.

 

Noch ein paar Erinnerungsfotos geschossen und wir spazierten zurück zu unserem Björni. Dort angekommen, schauten wir uns noch das unendlich gemütlich wirkende Wohnmobil von René an und wir kamen zu dem Schluss, dass man so wie er es tat, definitiv Leben kann.

Ihr beiden, wenn ihr das lest: vielen vielen Dank für die unglaubliche Gastfreundschaft. Es ist so schön Menschen kennen zu lernen, die, so selbstlos sind wie ihr und andere einladet. Ihr habt uns vor der Kälte gerettet und herrlich bewirtet. Wir haben den Abend mit euch sehr genossen und hoffen, uns irgendwann einmal wieder zu begegnen. 

Während wir jetzt gerade bei einem heißen Café diesen Blog hochladen, ist unser Björni in der Werkstatt. Es muss doch noch Einiges an den Bremsen gemacht werden. Doch nach so langer Zeit und so vielen gefahrenen Kilometern darf das auch mal sein. Für unseren Bus lassen wir das gern machen, ist er doch unser täglicher treuer Freund.

 

Die Hälfte unserer Reise liegt nun hinter uns. 6 Monate, die wie im Flug vergangen sind. Ein halbes Jahr leben wir nun schon in unserem kleinen Björn, der uns ein unglaublicher Begleiter ist. Wir denken zur Zeit viel daran, wie es wohl sein wird, wenn wir wieder heim kommen. Bisher sind wir von Zuhause weg gefahren, doch jetzt, wo die Hälfte rum ist, geht es wieder darauf zu. Aktuell können wir uns noch nicht vorstellen, das Reiseleben aufzugeben und es haben sich uns ein paar Möglichkeiten aufgetan, unseren Traum vielleicht noch etwas weiter ausleben zu können, doch dazu ein anderes Mal mehr. Viele Befürchtungen vom Anfang, wir könnten uns verstreiten, uns auf den Geist gehen, die Reise abbrechen, etc. ... haben sich vollends in Luft aufgelöst. Wir sind zu einem Team geworden, dass jeden Tag gemeinsam meistert und jede neue Aufgabe schafft. Auch nach sechs Monaten auf engstem Raum lachen wir gemeinsam und scherzen, wir planen und träumen, giggeln und spaßen und alles was wir uns vornehmen ist, solange wir uns haben, möglich.

 

Liebe Grüße euer Team Tuckerbus

Tani, Sarah und Björn der Bus

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Kommentare: 2
  • #1

    Biggi und Flo (Freitag, 14 Dezember 2018 10:21)

    Hey ihr Lieben, ach, eure Erlebnisse und Geschichten erinnern uns sehr an unsere Van-Ausflüge. Es ist dann schon auch wieder herrlich in einem echten Bettchen zu liegen, aber dann auch wieder schön, unabhängig im Van rumtouren zu können. Klasse, was ihr alles erlebt. Viel Spaß auf eurer Tour weiterhin und wir sind schon gespannt auf Italien... Und: wir finden es auch immer so schön, wenn wir andere Menschen kennenlernen. Sich auszutauschen hat immer was. Eure Begegnungen klingen echt toll.
    Liebe Grüße von den phototravellers, Biggi und Flo

  • #2

    T. Elfriede aus Moritzburg# (Samstag, 05 Januar 2019 18:20)

    Hallo, Ihr Beiden, habe gerade Euren Bericht v.13.12.gelesen, wie immer hochinteressant, aufschlußreich , bewundernd und mitreißend. Macht weiter so, und ich hatte mich so sehr über Euren Anruf gefreut. Danke! Alles Gute weiterhin, viel Freude und tolle Erlebnisse. Bleibt vergnügt und laßt Euch herzlich grüßen von Eurer T, Elfriede.